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Zuletzt bearbeitet am 23. April 2017

Lesekreis

Mitte der 80er Jahre gehörte ich zu den Begründern eines Lesekreises. Ich war zu der Zeit Mitglied in der SEW und hatte mich mit einem Mann angefreundet, der sich später in der MLPD organisieren sollte. Wir hatten einen ideologischen Anspruch, wollten aber über einen gemeinsamen Text mit anderen ins Gespräch kommen. Der Anfang mit dem „Kapital” lag nahe, folgten wir doch damit einer Tradition der Nachkriegs-Linken. Es ging uns beiden nicht ums Indoktrinieren, aber wir machten aus unseren politischen Haltungen nie einen Hehl.
Andere kamen als anarchistisch eingestellte Mitbegründer dazu, und es war schnell klar, dass keiner den anderem „umdrehen” wollte oder konnte.

Viele weitere kamen im Laufe der Jahre dazu, viele verließen uns nach einiger Zeit, aber ein harter Kern ist seit der Gründungszeit geblieben. Die politischen Veränderungen, die unsere Stadt und unser Land durchmachte, prägten auch uns, bestimmten unser Leben.

Der 1. Mai ist das festliche Ereignis, das wir zusammen feiern, meistens laufen wir in Berlin beim DGB mit, aber 2014 waren wir in Königs Wusterhausen. Den Anschluss Polens an die EU haben wir damals in Frankfurt/Oder und in Slubice gefeiert.

Wir treffen uns am Wochenende, in der Regel an einem Sonntag, im Schnitt alle drei Wochen. Oft findet es bei mir statt. Ich backe einen Kuchen, und es gibt Kaffee. Es läuft bei uns so, dass einer laut vorliest und wir nach einigen Abschnitten über das Gelesene sprechen. Meist sitzen wir etwa zwei Stunden zusammen.

Zur Zeit lesen wir: Heye, Uwe-Karsen (2014): Die Benjamins.

Hier stelle ich eine Liste ausgewählter Werke, die wir gelegen haben, zusammen. Sie ist aus meinem Gedächtnis wiedergegeben.


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